Über mich

Doula Christine Rosemeyer Portrait

Mein Name ist Christine Rosemeyer, aber eigentlich nennen mich alle Tine. Ich bin 31 Jahre alt, Ehefrau und Mama von zwei zauberhaften Töchtern. Wir sind vor drei Jahren von Freiburg nach Fröndenberg umgezogen und haben uns hier den Traum vom Eigenheim erfüllt bzw. tüfteln immer noch fleißig weiter. Ein nie endender Prozess!

In Freiburg habe ich erst Grundschullehramt, dann Bildungswissenschaften & Bildungsmanagement studiert. Seit 2018 bin ich zertifizierte Stoffwindelberaterin. Im Frühjahr 2020 habe ich die Ausbildung zur Doula und dem holistischen Babycoach bei der Babycoachakademie erfolgreich abgeschlossen, sodass ich zukünftig ganz viele tolle Geburten begleiten und Familien von Beginn der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter ganzheitlich betreuen und beraten darf.

Darum bin ich Doula und Babycoach geworden

Das möchte ich euch gerne beantworten, weil ich finde, dass man am meisten durch die eigenen Erfahrungen lernt, egal ob negativ oder positiv, sie bringen uns im Leben weiter.
Im Jahr 2011 war ich mit meiner ersten Tochter schwanger. Ich war 22 Jahre jung und, was das Thema Schwangerschaft betrifft, vielleicht ein wenig naiv. Die Geburt war eine Erfahrung, die meine bisherige Vorstellung von natürlichen Geburten über den Haufen warf. Zuerst kam die ernüchternde Nachricht, dass meine Tochter in Beckenendlage lag und auch jegliche Versuche zu moxen, den Weg mit der Taschenlampe oder einem Glöckchen zu zeigen, bis hin zur äußeren Wendung schlugen fehl.

Schließlich war für andere sofort klar: Kaiserschnitt, alles andere sei viel zu gefährlich. Davon wollte ich allerdings nichts hören. Obwohl ich damals kaum Ahnung von Geburten hatte, stand für mich fest, dass ich mein Baby trotzdem auf natürlichem Wege auf die Welt bringen möchte und setzte dafür alle Hebel in Bewegung.

In dieser Situation braucht eine Frau Zuspruch und Zuversicht, dass ihr Körper sehr wohl dazu in der Lage ist, selbstständig und selbstbestimmt zu gebären. Jede Frau trägt diese Kraft in sich. Stattdessen wurden mir Zweifel und Ängste in den Kopf gestreut. Damals hatte ich keine Ahnung, dass es Doulas gibt, die einem in solchen Situationen stärkend zur Seite stehen würden.

Auch während der Geburt hatte ich sehr oft das Gefühl, dass hier etwas gehörig schief lief. Ich sollte viel liegen, wurde sehr oft untersucht, eine Intervention folgte auf die nächste und alles Wichtige wurde kaum bis gar nicht kommuniziert. Dazu hatte ich außer meinem Mann keinen anderen Ansprechpartner, da ständig neue fremde Hebammen und Ärzte vorbei kamen. Gefühlt jeder wollte mal gucken. Ich kam mir vor wie ein Tier im Zoo.

Nichtsdestotrotz brachte ich am Ende eine (auf den zweiten Blick) gesunde Tochter spontan zur Welt. Ich war unfassbar stolz auf mich! Es gab viele Komplikationen und ich habe es allen Beteiligten sicher nicht leicht gemacht, aber nach diesem Erlebnis habe ich neue Kräfte in mir entdeckt. Die Kraft, alles zu schaffen, was man sich in den Kopf setzt. Die Kraft, auch mal deutlich Nein zu sagen, wenn man mit einer Situation unzufrieden ist. Die Kraft, an mich und meinen Körper zu glauben, wenn andere es nicht tun.

Tochter der Doula beim Fotoshooting

Danach hat es viele Jahre gedauert, bis der Zeitpunkt günstig erschien und wir uns ein zweites Kind wünschten. Diesmal wollte ich alles anders machen. Ich wünschte mir – zusätzlich zu meinem Mann – eine Vertraute dazu und wollte es tunlichst vermeiden, ins Krankenhaus zu gehen. Doulas kannte ich bis dahin immer noch nicht. Damals hatte ich das Glück, im nahegelegenen Geburtshaus eine wundervolle Hebamme zu finden, die mir schon beim ersten Telefonat sagte, dass die Geburt mit meiner Vorgeschichte ein Kinderspiel wird. Huch? Jemand ist zuversichtlich, dass ich das schaffe?! Toll, hier wollte ich bleiben, ich fühlte mich direkt sehr wohl und hatte ein Gefühl von freudiger Zuversicht und Geborgenheit.

Ich hatte bereits ab der sechsten Schwangerschaftswoche wieder mit Hyperemesis gravidarum (krankhafter Schwangerschaftsübelkeit) zu kämpfen und hatte große Angst, mich wieder bis in den siebten oder achten Monat mehrmals täglich zu übergeben. Meine Hebamme nahm meinen Zustand und die damit verbundenen Ängste jedoch sehr ernst und durch die richtigen Tipps und Medikation verschwand die Übelkeit von einem auf den anderen Tag, ich konnte es gar nicht fassen!

Im Bewusstsein, während der Geburt eine Eins-zu-Eins-Betreuung (eigentlich sogar Zwei-zu-Eins, da immer noch eine zweite Hebamme dazu kommt) von einer mir ausgewählten, vertrauten Person zu haben und genau bestimmen zu können, welche Personen anwesend sind, hat mir ein neues Gefühl von Sicherheit vermittelt.

Die Kombination aus der Aufklärung des Geburtsvorbereitungskurses, Yoga, Qi-Gong und verschiedenen Meditationsübungen hat letztendlich dazu beigetragen, dass ich ohne Angst und selbstbewusst in die Geburt gehen konnte.

Mein Ziel

Nachdem ich die Geburten meiner Töchter so unterschiedlich erlebt habe, habe ich es mir als Doula zur Aufgabe gestellt, Familien zu begleiten und vor der Geburt ihres kleinen Wunders umfassend über ihre Möglichkeiten und Rechte, die sie im Krankenhaus haben, aufzuklären. Mir ist es besonders wichtig, dass ihr bestmöglich informiert in den Geburtsprozess starten könnt.

Bei all meinen Beratungsangeboten ist es mir eine Herzensangelegenheit, eure Situation ganzheitlich zu analysieren, um alle Zusammenhänge zu erfassen. Beispielsweise werde ich bei einem Schlafcoaching also immer auch eure Stillbeziehung, Ernährung und andere Faktoren hinzuziehen.

Mein Ziel ist, Familien in einer beziehungs- und bindungsorientierten Elternschaft mit unterschiedlichen Angeboten zur Seite zu stehen und somit einen ganzheitlichen Blick zu ermöglichen.